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Roter Haubarg

Stolz reckt sich der Rote Haubarg in den Himmel und ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Lebensweise der Marschbauern. Als Landwirtschaftsmuseum und Restaurant/Café ist der Rote Haubarg zugänglich für die Öffentlichkeit.

Der Name "Roter Haubarg" irritiert auf den ersten Blick. Die Farbe Rot sucht man nämlich vergebens. Weiß verputzt und mit einem gewaltigen Reetdach steht das Bauernhaus da und ist weithin über die Marsch zu sehen. Der erste Rote Haubarg hatte einst ein rotes Ziegeldach. Nach einem Feuer im Jahre 1759 wurde das Gebäude neu errichtet und mit Reet eingedeckt. Die Farbe ging, der Name blieb.

Als Baujahr der Hofes gilt 1647. Die Hofanlage ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Lebensweise der Marschbauern aus der Region und Zeugnis des einstigen Reichtums. Stallräume, Diele, Wohn- und Schlafkammern waren um die quadratische Grundfläche des Hauses herum angeordnet. Unter seinem über 20 Meter hohen Dach türmte sich das Heu.

Heute ist der Rote Haubarg Restaurant und Café, aber auch Teil des Eiderstedter Heimatmuseums. Im angeschlossenen Landwirtschaftsmuseum wird dem Besucher ein umfassender Eindruck vom Alltag der Bewohner zur Blütezeit der großen Haubarge vermittelt. Der Rote Haubarg ist der einzige Haubarg der Landschaft Eiderstedt, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Auch Heiraten ist im Roten Haubarg möglich. Standesamtliche Trauungen können von Montag bis Samstag vorgenommen werden, Anmeldungen und Formalitäten erfolgen über das Standesamt des Amtes Nordsee-Treene in Mildstedt. Die Trauungen finden im urigen Vierkant (Museum) oder in der gemütlichen Hochstube statt. Bis zu 80 Personen können daran teilnehmen.

Wussten Sie schon, dass...?

Erbaut worden sein soll der Rote Haubarg übrigens vom Teufel höchstpersönlich. Der Sage nach rief ein armer Bauernsohn, der sich in die Tochter seines reichen Nachbarn verliebt hatte, den Beelzebub um Hilfe an und versprach ihm dafür seine Seele. Zum Glück verhindert die Mutter seiner Geliebten den gefährlichen Handel... Lassen Sie sich die vollständige "Sage vom Roten Haubarg" am besten vor Ort in Witzwort erzählen! Dort finden Sie auch den Teufel und zwar als lebensgroße Skulptur "Diabolus Carus" des Künstlers Lothar Frieling.

Gartenanlage Roter Haubarg

Vor dem Roten Haubarg wurde im Rahmen des Projektes "Blühendes Eiderstedt" eine 1.200 m² große Wildblumenwiese angelegt, die neben Hummeln, Bienen und Schmetterlingen auch das menschliche Auge durch ihre Farbenpracht erfreut.

Der Park am Roten Haubarg in Witzwort (Gründenkmal) steht unter Denkmalschutz und zählt zu den denkmalgeschützten Grünanlagen und damit zu den Raritäten der Gartenkultur in der Urlaubsregion Husumer Bucht. Neben der Gartenanlage am Roten Haubarg zählen hierzu auch der Schlosspark in Husum mit der Krokusblüte (Gründenkmal), ebenso wie das Arboretum Boysen in Husum (Gründenkmal) und der Gutsgarten Hoyerswort in Oldenswort (Gründenkmal).

Aktuelles Projekt (Stand: Juni 2020): Im Zuge der Neuausrichtung des Museums ist geplant, die bisher wenig genutzte Gartenlage zu attraktivieren, um die Attraktivität und die Qualität für alle Besucher/-innen nachhaltig zu stärken. Im historischen Garten soll außerdem ein audiovisueller Rundgang die kulturellen Werte des Haubargs vermitteln. Das Projekt wird gefördert über die Aktiv Region Südliches Nordfriesland.

Mitte des 17. Jh.s erbaut, kam der Rote Haubarg Anfang des 19. Jh.s in den Besitz der Husumer Familie Asmussen. Diese rief 1858 eine Stiftung ins Leben, das Asmussen-Woldsensche Vermächtnis, zu dessen Vermögen dann auch der Haubarg zählte. 1983 wurde das Erbbaurecht am Roten Haubarg auf die Stiftung Nordfriesland übertragen, die sich seitdem um die Anlage kümmert.

Montag geschlossen
Dienstag 11:00 - 21:00
Mittwoch 11:00 - 21:00
Donnerstag 11:00 - 21:00
Freitag 11:00 - 21:00
Samstag 11:00 - 21:00
Sonntag 11:00 - 21:00
02.11.2020 bis 29.11.2020 geschlossen wegen Corona-Virus-Pandemie.

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