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Die Geschichte der Husumer Krokusblüte

Woher stammen die berühmten Husumer Krokusse? Wir erzählen Ihnen die Geschichte(n) über die Herkunft der Krokusanpflanzungen im Husumer Schlosspark.

Waren es die Mönche?

Im 15. Jahrhundert lebten in Husum die sogenannten "Grauen Mönche". Ihr Kloster befand sich an der gleichen Stelle, an der heute das Schloss vor Husum steht. Es ist durchaus realistisch anzunehmen, dass diese Mönche in Husum den Versuch unternommen haben, Krokusse anzupflanzen, um aus ihren getrockneten Narben Safran zu gewinnen. Safran wurde zum Färben der liturgischen Gewänder benötigt. Der Klostergarten befand sich nachweislich an der Stelle, an der sich heute ein großer Teil des Schlossgartens befindet. 

Oder die Zuckerbäckerin?

Von 1655 bis 1684 residierte im Schloss vor Husum die Herzogin Marie Elisabeth, die als Kapazität auf dem Gebiet der Zuckerbäckerei bekannt war. Auch sie könnte im Schlossgarten die Krokusse angesiedelt haben, um ebenfalls den für sie wertvollen Safran zu gewinnen. Sie benötigte davon große Mengen für ihr süßes Gebäck.

Was hat es mit dem Safran auf sich?

Wer auch immer die ersten Experimente vorgenommen hat, um Safran zu erhalten - und nur das kann der tiefere Sinn der Anpflanzung sein -, verschwindet im Nebel der Geschichte... Sicher ist, dass die Anpflanzer sehr überrascht gewesen sein müssen, als sie versuchten, Safran aus den Narben des "Crocus neapolitanus“ zu gewinnen - es gelang nicht. Safran erhält man nur aus dem "Crocus sativus".

Das Blütenwunder in Husum ist nicht so sehr darin zu sehen, dass es gelungen ist, den "Crocus neapolitanus“ hier anzupflanzen, sondern eher darin, dass es ein solch riesiges lila Blütenmeer wild wachsender Krokusse der "Crocus neapolitanus“ in Nordeuropa nur noch in Husum gibt.

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