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Ulrike Richter (Leipzig): Märchen-Lesung und Harfen-Lieder zum Papiertheater nach Brentano

Do 31. Mai 2018 19.30 Uhr

Informationen

Die außergewöhnliche Künstlerin Ulrike Richter ist am 31.05. und 01.06.2018 zu Gast in Husum. An zwei Abenden präsentiert sie "Schulmeister Klopfstock, seine fünf Söhne und die liebliche Prinzessin Pimperlein" - eine Märchen-Lesung und Harfen-Lieder zum Papiertheater nach Clemens Brentano mit Liedern zur Hakenharfe.

In ungewöhnlichen Projekten schlägt Ulrike Richter Brücken zwischen klassischem Liedgesang, Lesung und Erzählung, Moderation, Papier-, und Puppentheater. Die Sängerin und Musikerin aus Leipzig verbindet Kultur-, Kunst- und Stadtgeschichte mit Musik und begleitet sich mit eigenen Adaptionen auf der Hakenharfe.

Schulmeister Klopfstock, seine fünf Söhne und die liebliche Prinzessin Pimperlein

„Trilltrall heiß ich, Trilltrall ruft’s mich, Trilltrall ist mein Beruf, wozu mich Gott im Himmel schuf.“ Die fünf Söhne des Schulmeisters Klopfstock sollen nach ihrem Beruf suchen. Nachdem ihnen das gelungen ist und sie sich wieder beim Vater einfinden, können sie sogleich ihre besonderen Künste unter Beweis stellen: Sie ziehen gemeinsam aus, um Prinzessin Pimperlein aus der Gewalt des Nachtwächterkönigs Knarrasper zu befreien.

Nach dem Vorbild des italienischen „Li cinco Figlie” aus dem Pentamerone von Giovanni Battista Basile schuf Clemens Brentano eine schnurrige, von Arabesken und lieblichen oder jäh grotesken Wendungen überbordende romantische Fassung des Märchens.

Brentano war „selber wie ein Gedicht, das, nach der Art der Volkslieder, oft unbeschreiblich rührend, plötzlich und ohne sichtbaren Übergang in sein Gegenteil umschlug und sich beständig in überraschenden Sprüngen bewegte. … Und dieser unversöhnliche Kampf mit dem eigenen Dämon war die eigentliche Geschichte seines Lebens und Dichtens… Jeder Dichter nämlich hat zwar, oder soll doch sein bescheiden Teil Genie haben; aber Brentano hatte dessen unbescheiden viel.“ (Joseph von Eichendorff)

Brentanos Gedichte, die mit hoher Kunst den Volksliedton treffen, sind teils schon im Text vorhanden, teils der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ entnommen. Ulrike Richter hat sie mit frühromantischen und Volksliedmelodien unterlegt und für die Harfe bearbeitet. Für das Bühnenbild stellt sie Werke von Emil Grimm, Philipp Otto Runge und Louise Duttenhofer zusammen.

„Als alles fertig war, ließ Pumpam die ganze Geschichte an die große Glocke hängen und tüchtig läuten, und da habe ich sie auch gehört.“

Bühne; Lesung und Lieder, für Hakenharfe eingerichtet, gesungen und gespielt von Ulrike Richter

Dauer ca. 70 min.

http://www.storm-gesellschaft.de

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