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Sonderausstellung: Detlef Willand. Holzschnitte

Informationen

Im Schloss vor Husum (Dachgalerie) ist eine Sonderausstellung von Detlef Willand zu sehen. "Detlef Willand. Holzschnitte" ist der Ausstellungstitel. Detlef Willand wurde 2016 mit dem Kunstpreis des Landkreises Oberallgäu ausgezeichnet

Laufzeit: 16.07. - 10.09.2017

Erlebte der Holzschnitt zu Beginn des Jahrhunderts, im Expressionismus noch einmal eine Blüte, so geriet er schon in den 1920er Jahren allmählich wieder ins Hintertreffen, ohne freilich jemals gänzlich aufgegeben zu werden. Nicht zuletzt waren es Künstler wie HAP Grieshaber (1909-1981), Gerhard Altenbourg (1926-1989), Georg Baselitz (geb. 1938), Gustav Kluge (geb. 1947), Felix Droese (geb. 1950 oder Martin Noel (1956-2010), die dem Holzschnitt in oft riesigen Formaten zu neuem Ansehen verholfen haben.

Auch Detlef Willand (geb. 1935) gesteht seit Jahrzehnten dem Holzschnitt in seinem künstlerischen Schaffen eine zentrale Bedeutung zu. Nachdem er zunächst eine Holzschnitzerlehre im Kleinwalsertal absolviert, die Fachhochschule für Holzschnitzerei in Partenkirchen besucht und für mehrere Jahre als Holzbildhauer gearbeitet hatte, wandte er sich 1967 der Grafik und insbesondere dem Holzschnitt zu. 1972 wurde Willand Mitglied der Künstlergruppe der Hans-Thoma-Gesellschaft. 1985 erhielt er den Oberallgäuer Kunstpreis. Der Künstler lebt und arbeitet im Kleinwalsertal.

Obwohl Detlef Willand auf dem Gebiet des Holzschnitts vor allzu großen Experimenten zurückschreckte, schuf er ein unverwechselbares, weil authentisches Holzschnittwerk, in dem sich freie Arbeiten und Illustrationen die Waage halten. Präzision, Reduktion und Konzentration sorgen für eine stets aufs Neue gefundene, spannungsgeladene Balance zwischen dem Abbildlichen und den damit verbundenen Inhalten aus der griechischen Mythologie, der Sagenwelt des Kleinwalsertals und der Bibel. Materialstrukturen in Verbindung mit der Papierqualität, Farbgebung, überhaupt: die Größe des Druckstocks und das daraus resultierende Erscheinungsbild erzeugen eine nachhaltige Wirkung, in der die Beobachtung der Natur respektive die Auseinandersetzung mit bestimmten erzählten Inhalten eine unauflösbare und auf immer wieder überraschende Weise anrührende Einheit bilden. Wirkliches und Phantastisches, Reales und Surreales erscheinen als die beiden Seiten ein und derselben Medaille. Spiritualität durchdringt Willands Blätter und sorgt vielfach für eine Aussöhnung mit dem Wirklichen.

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: Di bis So, 11 bis 17 Uhr

Die Ausstellungen im Schloss vor Husum werden von der Nord-Ostsee-Sparkasse unterstützt.

http://www.museumsverbund-nordfriesland.de/schloss-vor-husum/39-0-Sonderausstellungen.html

Karte & Anreise

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