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Lesung: Lizzie Doron "Sweet Occupation"

Mi 8. August 2018 19.00 Uhr

Informationen

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman "Ruhige Zeiten" wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: "Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt - und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz."

Die Tragödie des Anderen zu verstehen, ist die Voraussetzung, um einander keine weiteren Tragödien zuzufügen - sagt die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron. Nachdem sie sich literarisch mit den Traumata der Holocaust-Generation auseinandergesetzt hat, wurde der israelisch-palästinensische Konflikt ihr großes Thema.

"Sweet Occupation", dtv 2017
Die Begegnung mit dem Fremden – eine Begegnung mit dem Fremden in sich selbst
Fünf Männer in der Mitte ihres Lebens: Die verurteilten ehemaligen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die Israelis Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. Männer, die im Gefängnis saßen und, nachdem sie wieder freikamen, die "Friedenskämpfer-Bewegung" gründeten, entschlossen, ihrem Leben eine entschieden andere Richtung zu geben. Muhammad nahm Kontakt zu Lizzie Doron auf, und so traf sie diese Männer: Feinde, Widersacher. Palästinenser, die die Juden töten wollten, und Israelis, die sich geweigert hatten, ihr Land zu verteidigen. Ein Jahr lang hörte sie ihren Kindheitserinnerungen zu, lernte ihre Gefühle kennen, ihre Träume und Ängste, erfuhr von dem Moment, als sie anderen das Leben nahmen. Entstanden ist ein ergreifendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Perspektive entgegensetzen: Worte sind stärker als Molotowcocktails, Handgranaten oder Steine. Und Rettung bringen oft diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen.

"Wie schon in ihrem letzten Buch "Who the Fuck is Kafka" blicken wir auch hier ins Innerste des israelisch-palästinensischen Konflikts. Das Ringen um Verständnis für die Traumata des Anderen, die großen Ängste und bescheidenen Träume und nicht zuletzt die kleinen Momente der Menschlichkeit zwischen der Autorin und ihren Gesprächspartnern - das alles überträgt sich beim Lesen unmittelbar." (NDR Kultur)

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.

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