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Ausstellungseröffnung: Hamburger Fußball im Nationalsozialismus

Informationen

Anlässlich des Gedenkstags an die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet der Kreis Nordfriesland im Foyer des Kreishauses die Ausstellung "Hamburger Fußball im Nationalsozialismus - Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte".

Programm der Ausstellungseröffnung

17.00 Uhr: Andacht mit Bischöfin i. R. Maria Jepsen

17.30 Uhr: Ausstellungseröffnung
Begrüßung Dieter Harrsen, Landrat des Kreises Nordfriesland
Einführung in die Ausstellung: Paula Scholz, Initiatorin und Mitarbeit bei der Ausstellung, Freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Musikalische Umrahmung: Posaunenchor Husum; Friedemann Magaard (Violoncello)

Die Ausstellung ist zu sehen vom 28.01.- 23.02.2018 zu den Öffnungszeiten des Kreishauses:
Mo bis Do. 8.00 – 16.00 Uhr und Fr. 8.00 – 12.00 Uhr.

Zur Ausstellung:
In Deutschland war nach dem 30. Januar 1933 ein selbstbestimmtes Leben und Handeln nicht mehr möglich. Die rassistische und aggressiv nationalistische Ideologie der NSDAP durchdrang alle Lebensbereiche, die sämtlich "nazifiziert" wurden. Dies galt auch für die Sportvereine. Die vielfältige, "bunte" Sportbewegung der Weimarer Republik – und mit ihr der Fußballsport – wurde "gleichgeschaltet": Linientreue Vereinsführer ersetzten die bisherigen Vorsitzenden, Vereinsmitglieder wurden aus rassistischen und politischen Gründen ausgegrenzt und ausgeschlossen und militärischer Drill, sogenannter "Wehrsport", eingeführt.

Zu den sportpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten gehörten auch das Verbot und die Verfolgung der traditionsreichen Arbeitersportbewegung. Sportlerinnen und Sportler, die sich den "neuen Verhältnissen" nicht anpassten oder als "rassisch minderwertig" galten, wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert und ermordet.

Vor allem an Beispielen aus dem Hamburger Fußballsport werden in dieser Ausstellung die Sportpolitik der NSDAP, Maßregelungen von Sportlerinnen und Sportlern, Verbote und Verfolgungen dokumentiert. Ergänzend wird auch ein Blick auf die Neuorganisation des Sports nach Kriegsende sowie auf die – späte – Aufarbeitung seiner Geschichte im Nationalsozialismus geworfen.

Beachten Sie bitte auch die weiteren Veranstaltungen anlässlich des Gedenktages im Kreisgebiet Nordfriesland:

in Ladelund, 27.01.2018 • Gedenkstätte
16.00 Uhr: Gedenken
im Anschluss Vortrag "Reichsbürger", Andreas Speit (Journalist und Buchautor)

in Schwesing, 28.01.2018: ev. luth. Kirche zu Schwesing
10.00 Uhr: Gottesdienst mit Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Vikarin Sabrina Biehl

in Friedrichstadt, 27.01.2018:
15.00 Uhr: Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof Treenefeld
19.30 Uhr: Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge: Filmvorführung "Nebel im August"

Mehr Infos zur KZ Gedenkstätte Husum-Schwesing

https://www.nordfriesland.de/holocaust-gedenktag

Karte & Anreise

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.

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