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Ausstellungseröffnung: Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939

Informationen

Anlässlich des Gedenkstags an die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet der Kreis Nordfriesland im Foyer des Kreishauses die Ausstellung ""Ich habe den Krieg verhindern wollen" - Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939"

Programm der Ausstellungseröffnung

11.00 Uhr: Gottesdienst mit Bischöfin i. R. Maria Jepsen

12.00 Uhr: Ausstellungseröffnung
Begrüßung Heinz Maurus, Kreispräsident des Kreises Nordfriesland
Einführung in die Ausstellung: Dr. Harald Schmid, Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten

Musikalische Umrahmung: Posaunenchor Husum (Gottesdienst); "Quadrophonic" - Bente Stenger (Klarinette), Clara Andresen (Klarinette), Bjarne Stenger-Wullf (Trompete) und Joke Aron Unger (Posaune) (Eröffnung)

Die Ausstellung ist zu sehen vom 28.01.- 22.02.2019 zu den Öffnungszeiten des Kreishauses:
Mo bis Do. 8.00 – 16.00 Uhr und Fr. 8.00 – 12.00 Uhr.

Zur Ausstellung:
Am 8. November 1939 verübte der Schreiner Georg Elser im Münchener Bürgerbräukeller ein Attentat auf Adolf Hitler. Er wusste, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller spricht. Elser verschaffte sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installierte dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder.

Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verließ, entging er dem Anschlag. Georg Elser wurde noch am selben Abend in Konstanz festgenommen. Nach langen Verhören gestand er Tage später das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden zu ebnen. Johann Georg Elser wurde 5 Jahre in völliger Isolation im KZ Sachsenhausen festgehalten und am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Die Nationalsozialisten sahen in Elser zunächst das Werkzeug des britischen Geheimdienstes. Auch nach 1945 wurde er oftmals diffamiert. Heute kann seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden. Neben dem Attentatsversuch von Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 handelt es sich bei Elsers Tat um den einzigen Anschlag, der dem Leben des Diktators hätte gefährlich werden können. Heute gilt Georg Elser als einer der konsequentesten Gegner der NS-Diktatur.

Eine Dokumentation der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und
der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.
Realisiert mit Förderung durch die Landesstiftung Baden-Württemberg

Beachten Sie bitte auch die weiteren Veranstaltungen anlässlich des Gedenktages im Kreisgebiet Nordfriesland:

in Ladelund, 27.01.2019 • Gedenkstätte
15.00 Uhr: Gedenken
im Anschluss Vortrag über Antisemitismus, Henning Röhl (Hörfunk- und Fernsehjournalist)

in Schwesing, 27.01.2019: ev. luth. Kirche zu Schwesing
10.00 Uhr: Gottesdienst mit Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Pastor Kaphengst

in Friedrichstadt, 27.01.2019: St. Christophorus-Kirche
10.00 Uhr: Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus mit anschließender Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof Treenefeld

Mehr Infos zur KZ Gedenkstätte Husum-Schwesing

https://www.nordfriesland.de/holocaust-gedenktag

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