Landleben - Ostenfelder Bauernhaus & Roter Haubarg
Freilichtmuseum Ostenfelder Bauernhaus
1898 wollten dänische Museumsleute das „Heldt’sche Haus“ in Ostenfeld kaufen, abbrechen und in Dänemark wieder aufbauen lassen, wo es bereits Freilichtmuseen gab. Der Heimatforscher Magnus Voß mobilisierte einflussreiche Bürger, um das Haus für seine Heimat zu retten. Man versetzte das Gebäude nach Husum, und so entstand das erste Freilichtmuseum Deutschlands. Das Gebäude wurde wohl kurz vor 1600 erbaut. Ursprünglich bestand es nur aus der Diele, den Wohnabseiten und den Stallabseiten. Seine Bauweise entspricht dem niederdeutschen Fachhallenhaus. Im 17. Jahrhundert wurden ein Altenteil und der „Pesel“ genannte Festraum angebaut. 1789 kam eine Wohn- und Schlafstube hinzu, die „Döns“. Sie war so bunt ausstaffiert, dass die Nachbarn spöttelten, und bot gewissen Luxus: Den „Bilegger“-Ofen schürte der Knecht frühmorgens von der Diele aus an, damit es die Eheleute beim Aufstehen nicht so kalt hatten.
Freilichtmuseum Ostenfelder Bauernhaus
Nordhusumer Str. 13, 25813 Husum
Tel. 04841/2545
info[ at ]museumsverbund-nordfriesland.de
www.museumsverbund-nordfriesland.de
Öffnungszeiten:
16. April bis Oktober 2013:
Di.-Fr. und So.: 10-12 Uhr und 14-16:30 Uhr
Sa. / Mo.: Ruhetage
Roter Haubarg
Stolz reckt sich der Rote Haubarg in den Eiderstedter Himmel. Der 1684 gebaute Hof – heute Restaurant und Museum – ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Lebensweise der Marschbauern aus der Region. Stallräume, Diele, Wohn- und Schlafkammern waren um die quadratische Grundfläche des Hauses herum angeordnet. Unter seinem über 20 Meter hohen Dach türmte sich das Heu. Der Sage nach soll der Teufel den Roten Haubarg gebaut haben: Ein armer Bauernsohn, der sich in die Tochter seines reichen Nachbarn verliebt hatte, rief den Beelzebub um Hilfe an und versprach ihm dafür seine Seele. Zum Glück verhinderte die Mutter seiner Geliebten den gefährlichen Handel.
Roter Haubarg
Sand 5,
25889 Witzwort
Tel. 04864/845
www.roter-haubarg.de
Öffnungszeiten:
täglich außer Mo.: 11-22 Uhr
Herrenhaus Hoyerswort
Das Herrenhaus Hoyerswort ist der einzige ehemalige Adelssitz auf der Halbinsel Eiderstedt. Das Herrenhaus mit der Haubarg-Scheune und dem doppelten Wassergrabensystem steht heute unter Denkmalschutz. Es gilt als einer der schönsten Renaissancebauten in Schleswig-Holstein. Erbaut wurde das Gebäude von dem ehemaligen Staller Caspar Hoyer zwischen ca. 1580 und ca. 1600. Seine Schwiegertochter Anna Ovena Hoyer verkaufte das Herrenhaus im Jahre 1632 an Augusta von Dänemark, die Witwe des Herzogs Johann Adolf. 1713 nahm der dänische König Friedrich IV. im Herrenhaus Hoyerswort die Kapitulation der schwedischen Truppen unter Magnus Stenbock entgegen, die in der nahe gelegenen Festung Tönning stationiert waren. Der Große Nordische Krieg war damit zugunsten der Dänen entschieden.
Herrenhaus Hoyerswort
Hoyerswort, 25870 Oldenswort
Tel. 04864-2039838
www.hoyerswort.de
Öffnungszeiten:
Di-So 11- 18.00 Uhr, Mo Ruhetag
Vom 6. Januar bis 21. Februar nur an den Wochenenden geöffnet.
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