„Pole Poppenspäler“ nannten die Leute den Träumer Paul Paulsen in Theodor Storms gleichnamiger Novelle. Ein bisschen geringschätzig klang das, doch Pole Poppenspäler trug den Namen mit Stolz. Ihm fühlen sich die Betreiber des Poppenspäler Museums am Schlosspark verbunden. Wer in der Ausstellung Kasper aus den verschiedensten Winkeln der Erde, Theaterfiguren aus Europa, Asien und dem Orient, wertvolle Unikate bekannter Werkstätten und vieles mehr bestaunt, den packt selbst schnell das Puppenfieber…
Der historische „Poppenspälerwagen“ ist seit Kurzem nicht mehr in Husum zu finden, er steht jetzt in Tönning.
Übrigens: Dass Poppenspäler Museum ist "Wunnerland-Partner". Mehr Infos
Schloss vor Husum
König-Friedrich V-Allee
25813 Husum
Tel. 04841/63242
www.pole-poppenspaeler.de
Öffnungszeiten:
momentan geschlossen, geplante Neueröffnung: 23./24. März 2013
Eintrittspreise
Kinder: 1,00 €, Erwachsene: 2,00 €, Familien: 5,00 €
„Am grauen Strand, am grauen Meer und seitab liegt die Stadt…“ die Worte von Theodor Storms Gedicht "Die Stadt" schlängeln sich, eingebrannt in rote Ziegel, rund um den Binnenhafen. Sie verbinden die vier Stationen der „Historischen Spiellinie“: „Hüsermaken“ heißt das Memory- Spiel aus 16 gebogenen Edelstahlpfosten am Rathaus. Acht verschiedene Husumer Häuser verbergen sich unter den Klappen auf den Pfosten. Eine riesige Fischgräte will auf der anderen Seite des Gebäudes erklommen werden. Der „Fish for Fun“ weist auf die starke Verbundenheit der Stadt Husum mit der Fischerei hin. Fische und anderes Seegetier strudelt unter dem dicken Glas der Station „Aquis submersus“ durch dunkelblaues Wasser. Eine Novelle von Theodor Storm gab der Installation ihren Namen. Drei grüne, überdimensionale „Schilfhalme“ stehen am Ende der Hafenstraße. „Guckies“, hinter Klappen versteckte Gucklöcher, eröffnen Einblicke in das Leben an der Nordsee.
Der Kulturpfad der Stadt Husum verbindet historische Gebäude, Theodor-Storm-Stätten, Wohnhäuser weiterer wichtiger Söhne der Stadt sowie die großen Museen. Die Route beginnt am Alten Rathaus am Marktplatz. Das 1601 errichtete Gebäude beherbergte bis vor kurzem die Tourist Information (neue Adresse: Norderstraße 15) und ist Treffpunkt für Stadtführungen und Nachtwächter-Rundgänge.
Rund um den Marktplatz reihen sich weitere Sehenswürdigkeiten: Die Marienkirche, gebaut nach Plänen des dänischen Architekten Christian Frederik Hansen, gilt als eines der bedeutendsten Werke des Klassizismus in Schleswig-Holstein. Vor St. Marien steht Husums Wahrzeichen, die „Tine“. Die Bronzestatue einer jungen Halligfriesin stammt von dem Husumer Bildhauer Adolf Brütt. In dem ehemaligen Herrenhaus am Markt 1-3 richtete der dänische König Friedrich I um 1520 eine Münzstätte ein, die den „Husumer Taler“ prägte.
Auch das Geburtshaus Theodor Storms befindet sich am Markt: Der berühmte Dichter wurde am 14. September 1817 im Haus Nummer 9 geboren, 1818 zog die Familie in die Neustadt 56. Wer Husum auf den Spuren Storms erkundet, sollte außerdem die Süderstraße nicht auslassen: Im heutigen „Romantik-Hotel Altes Gymnasium“ (Süderstraße 6) ging der Dichter zur Schule, im Haus Nummer 12 lebte er mit seiner ersten Frau Constanze von 1864 bis 1866 und den Schützenhof (Süderstraße 42) beschreibt er in der Novelle „Pole Poppenspäler“. Das Theodor-Storm-Zentrum mit Archiv und Museum wurde in Storms letzten Husumer Wohnhaus in der Wasserreihe 33 eingerichtet.
Weitere Museen am Kulturpfad präsentieren die maritime Vergangenheit Husums. Das Schiffahrtsmuseum Nordfriesland informiert über Schiffbau, Fischerei und Walfang. Im neu gestalteten NordseeMuseum Husum im Nissenhaus wird das Leben am und mit dem Meer lebendig.
Die klaren Farben und Formen der Landschaft rund um die Husumer Bucht, auf der Nordseehalbinsel Eiderstedt oder in Friedrichstadt regen Künstler zu ganz unterschiedlichen Arbeiten an. Zu lichten Aquarellen und satten Ölbildern, zu schlicht-schönen Ton-Objekten, zu edler Gebrauchskeramik und zu Fotografie. Altes Handwerk von der Holzbildhauerei und dem Holzschnitt über das Schmieden bis hin zum Buchdruck lebt hier als Kunst ganz neu auf.
Der Kunstverein Husum und Umgebung zeigt im Husumer Rathaus unter anderem regelmäßig Werke nordfriesischer Künstler. Die Galerien Tobien und Lüth präsentieren Arbeiten anerkannter Künstler. Die Kreativen selbst lassen sich in ihren Ateliers bei der Arbeit über die Schulter schauen. Wer von ihnen lernen will, kann aus einem umfangreichen Kursangebot wählen – zum Beispiel im Atelierhaus Uelvesbüll, das umgeben von einem großen Garten mit alten Bäumen, nur fünf Minuten vom Wattenmeer entfernt liegt: Inspiration pur…