Kirchen
St. Marien, Husum
Eintreten, Klarheit spüren, zur Ruhe kommen. Die St. Marien Kirche schenkt ihren Gästen Stille und Frieden - fünf Schritte vom quirligen Marktplatz entfernt. Das klassizistische Gebäude stammt von dem dänischen Architekten Christian Fredrik Hansen, der die wichtigsten Kirchen seines Landes, den Dom und die Hofkirche von Schloss Christiansborg in Kopenhagen entworfen hat.
Am 7. Juli 1833 wurde St. Marien eingeweiht. Dort, wo bis 1807 ein prächtiger, gotischer Bau mit reicher Ausstattung und einem 96 m hohen Turm stand, regiert seit dem eine klare Formensprache. Acht Säulen geleiten Besucher durch das helle Kirchenschiff nach vorn zu einer Ädikula, einer Art Portal, in dessen Mitte die goldverzierte Kanzel angebracht ist. Über diesem Kanzelaltar öffnet sich die Wand zu einem Halbrund, das durch ein zurückliegendes Fenster indirekt beleuchtet wird. Verheißungsvoll strahlt das Licht aus diesem Halbrund, das an einen Regenbogen erinnert - das alte Symbol für den Bund zwischen Gott und Mensch. Kirchenmusik fand in Hansens Architektur keine Berücksichtigung. 1963 schaffte die Gemeinde eine große Orgel aus der Werkstatt Kleuker an, die seit dem bei zahlreichen Konzerten, etwa den Sommerkonzerten, zu hören ist. Zum reichen Gemeindeleben gehört außerdem das Angebot der Altenbegegnungsstätte.
St. Marien Husum
Markt 21
25813 Husum
Tel. 04841/3357
www.st-marien-husum.de
Öffnungszeiten:
täglich 11 - 16 Uhr
Kirchlein am Meer, Schobüll
Schon seit frühester Zeit trägt sie den Namen: ecclesiola sub mare – Kirchlein am Meer. Ein Name, der immer schon nachvollziehbar war: Durch die erhöhte Lage auf dem Geestrücken, der in Husums Stadtteil Schobüll bis an die Nordsee heranreicht, war das Kirchlein und sein Turm über Jahrhunderte Orientierungspunkt für Land- und Seefahrer.
Drei fromme Jungfrauen sollen das Kirchlein am Meer um 1240 gestiftet haben. Mehr ist merkwürdigerweise nicht über die Entstehung des schmucken, kleinen Gotteshauses bekannt, das als eines der schönsten in Schleswig-Holstein gilt und in dem besonders gern Taufen und Hochzeiten gefeiert werden.
„Zum Kirchlein am Meer ein Örgelein muss her“, wünschte sich der berühmte Trompeter Ludwig Güttler nach einem seiner ersten Konzerte in Schobüll. Er wurde erhört – und vor allem selbst nicht müde, sich für ein neues Instrument einzusetzen. So floriert das Musikleben in Schobüll seit der Orgelweihe im Dezember 2002 noch prächtiger als zuvor.
Kirchlein am Meer
Schobüll
Heideweg 1
25813 Husum
Tel. 04841/4386
www.kirchlein-am-meer.de
Öffnungszeiten:
täglich 10-16 Uhr
St. Lamberti, Mildstedt
Dass Mildstedt im Mittelalter ein weitaus wichtigerer Ort als Husum war, signalisiert seine eindrucksvolle Kirche St. Lamberti bis heute. Sie wurde vor 1200 errichtet. Husum war dem blühenden Handelszentrum der Südergoesharde, dem Geestgebiet zwischen Treene und Arlau, angegliedert und erhielt erst 1431 eine eigene Kapelle.
St. Lamberti, Mildstedt
Schulweg 23
25866 Mildstedt
Tel. 04841/72318
Öffnungszeiten:
im Sommer: 8-19 Uhr
St. Marien, Hattstedt
Weithin sichtbar steht die Hattstedter St. Marien-Kirche auf einem Geestrücken nahe dem Wattenmeer. Bis heute orientieren sich Kapitäne an ihrer weiß gestrichenen Südseite.
Auch für Theodor Storm war die Kirche eine wichtige Landmarke: In seinen Novellen beschreibt er oft das Gotteshaus. Im Pastoratsgarten in Hattstedt hat er 1866 seine zweite Frau Dorothea Jensen heiratete. Auf dem Kirchhof liegt der Deichgraf Johann Iwersen-Schmidt begraben, Storms Vorbild für die Figur des Tede Volkerts aus dem „Schimmelreiter“.
St. Marien Hattstedt
Kirchenweg 29
25856 Hattstedt
Tel.: 04846/459
www.kirchengemeinde-hattstedt.de
Öffnungszeiten:
Apr. - Okt.: tägl. 7-18 Uhr
Salvatorkirche, Simonsberg
Der dänische Architekt Christian Frederik Hansen, der auch die Husumer St. Marienkirche baute, baute die heutige Simonsberger Dorfkirche 1829 als dritte Kirche des Ortes. Ihre Vorgängerinnen waren - wie viele Gotteshäuser aus den Nachbarorten auch - den Sturmfluten zum Opfer gefallen. Ihre Glocke fand man Jahre nach den „großen Mandränken“ auf dem Grund einer Wehle, einem Teich der durch einen Deichdurchbruch entstand. Sie läutet seit 1830 vom Simonsberger Kirchturm herab.
Salvatorkirche Simonsberg
Dorfstr. 12
25876 Simonsberg
Tel. 04841/62456
Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung
St. Marien, Witzwort
Die Witzworter Kriche St. Marien entstand um 1420 in romanisch-gotischer Form. Der Chorraum wurde um 1900 neu aufgebaut, der hölzerne Glockenturm stammt aus dem Jahr 1631. Kostbarster Schatz der Kirche ist ein dreiteiliger Altar, der mit seinem für Eiderstedt einmaligen Reichtum der Brüggemann-Schule zugeschrieben wird.
St. Marien Witzwort
Glockensteg 1,
25899 Witzwort
Tel. 04864/10141
Öffnungszeiten:
Ostern bis Erntedank:
täglich 10-18 Uhr u. n. V.
St. Nikolai, Uelvesbüll
Um 1300 bauten die Uelvesbüller ihre erste Kirche und weihten sie dem Schutzpatron der Seefahrer, St. Nikolaus. Immer wieder musste das Gebäude den Fluten der Nordsee weichen, das jetzige Gebäude stammt aus dem Jahr 1854. Ihr kostbares Kircheninventar konnte die Gemeinde über Zeiten und Stürme retten. So verfügt die Kirche über Eiderstedts einziges holzgeschnitzes Epitaph. Es zeigt eine Familie in regionaltypischer Tracht am Kreuz Christi.
St. Nikolai Uelvesbüll
Dorfstr. 1
25889 Uelvesbüll
Tel. 04864/10141
Kirchenschlüssel zu Besichtigungszwecken im Haus gegenüber der Kirche
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Tel. 04841 / 8987- 0
eMail: info[a]husum-tourismus.de
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