Franziska (Gräfin zu) Reventlow - die Schriftstellerin
Franziska zu Reventlow war eine deutsche Schriftstellerin, Malerin und Übersetzerin, berühmt als „Skandalgräfin“ oder als „Schwabinger Gräfin“ der Münchner Bohème.
Fanny Sophie Liane Auguste Adrienne Gräfin zu Reventlow (Franziska Gräfin zu Reventlow) wurde 18.05.1871 im Schloss vor Husum geboren. Franziska Gräfin zu Reventlow (auch: Franziska von Revent) war das vierte Kind einer geborenen Reichsgräfin zu Rantzau und Ludwigs Graf zu Reventlow, Landrat von Husum.
Schon früh leistete sie Widerstand gegen die Erziehung zur »höheren Tochter« und die gängige Sexualmoral.
Nach der Pensionierung des Vaters zog die Familie nach Lübeck, hier besuchte Franziska Gräfin zu Reventlow das Lehrerinnenseminar. Mit Erreichen der Volljährigkeit trennte sie sich endgültig von der Familie. In Hamburg lernte sie einen Gerichtsassessor kennen, er finanzierte ihr ab 1893 das Malstudium in München und heiratete sie 1894. Jedoch trennten sie sich 1895 wieder und 1897 erfolgte die Scheidung.
Das freie Leben in der Schwabinger Bohème finanzierte sie durch Übersetzungen, betrieb zeitweise ein Milchgeschäft und arbeitete als Glasmalerin. In dieser Zeit war sie mit Rilke befreundet. Seit 1909 lebte sie vor allem in der Schweiz, heiratete 1911 einen baltischen Baron, verlor aber das dadurch erworbene Vermögen wieder durch einen Bankbankrott.
Gestorben ist Franziska Gräfin zu Reventlow am 25.7.1918 in Locarno (Schweiz). Nach der Schriftstellerin ist die Franziska-zu-Reventlow-Straße in Husum benannt.
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