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Rudolf Christoph Eucken - der Nobelpreisträger

Rudolf Christoph Eucken war ein deutscher Philosoph und Träger des Literaturnobelpreises. Geboren wurde Rudolf Christoph Eucken am 05.01.1846 in Aurich (Ostfriesland). Rudolf Euckens Vater Ammo Becker Eucken (1792-1851), einer Jeverländer Bauernfamilie entstammend, war zuletzt in Aurich als Postamtsvorsteher tätig. Seine Mutter Ida Maria geborene Gittermann (1814-1872), war die Tochter von Rudolph Christoph Gittermann, Pastor in Eggelingen. 1882 heiratete Eucken Irene Passow (1863-1941). Von seinen drei Kindern wurde der Nationalökonom Walter Eucken (1891-1950) als Theoretiker des so genannten Ordoliberalismus berühmt.
Die Gymnasialzeit absolvierte Rudolf Christoph Eucken in Aurich. Das Studium der klassischen  Altertumswissenschaften sowie der Philosophie begann er 1863 in Göttingen. G. Teichmüller war hier sein wichtigster Lehrer. Die hier begonnenen Aristoteles-Studien setzte er, nach Göttinger Promotion mit einer lateinisch geschriebenen Dissertation über die Sprache des Aristoteles, 1866 in Berlin bei A. Trendelenburg fort - mit dem Resultat einer zusätzlichen philologisch orientierten Aristoteles-Arbeit. Euckens Wunsch, die Philosophie zur akademischen Profession zu machen, ging nach Gymnasiallehrerjahren - zunächst in Husum und seit 1869 in Frankfurt am Main - rasch in Erfüllung. 1871 wurde er als ordentlicher Professor an die Universität Basel berufen - als Nachfolger seines Lehrers Teichmüller und in Konkurrenz mit Friedrich Nietzsche, der darum nachgesucht hatte, sein Philologenlehramt gegen die frei gewordene Philosophieprofessur eintauschen zu dürfen. 1874 wechselte Eucken an die Universität Jena. In Jena blieb er über seine Emeritierung 1920 hinaus bis zu seinem Lebensende wohnhaft.
Der Höhepunkt seines Erfolgs war die Verleihung des Nobelpreises an ihn im Jahre 1908 - die zweite Verleihung des Preises für Literatur an einen Nicht-Poeten nach der an den Historiker Theodor Mommsen aus Gardin (Eiderstedt) im Jahre 1902. Nominiert waren für den Preis des Jahres 1908 immerhin auch Algernon Charles Swinburne und Selma Lagerlöf, überdies Elisabeth Förster-Nietzsche. Gleichwohl war es kein Zufall, dass der Vorschlag, Eucken zu wählen, die Mehrheit fand. Alfred Nobel, der Preisstifter, hatte testamentarisch die Auszeichnung 'idealistischer Gesinnungen' gewollt. Dieser Anforderung entsprach das Werk Euckens in idealer Weise. Zumal für das jüngste Buch Euckens vor der Preisverleihung gilt das: "Der Sinn und Wert des Lebens" (1907).

Rudolf Christoph Eucken starb 15.09.1926 in Jena.

In Husum erinnert u.a. der Name eines Restaurants an den großen Philospohen und Nobelpreisträger Rudolf Christoph Eucken.

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